Artikel teilen! Ansichten - I: Über das Lernen. Lernen sollte jeder Mensch im Rahmen seiner Möglichkeiten, und wer mit einem gesunden Verstand ausgestattet ist ...
Über das Lernen. Lernen sollte jeder Mensch im Rahmen seiner Möglichkeiten, und wer mit einem gesunden Verstand ausgestattet ist, das ist ja Gott sei Dank die Mehrzahl der Menschheit, kann das.
Ich denke, dass es quasi eine Pflicht ist zu lernen, sozusagen als Dank an die "Schöpfung" für das geschenkte Leben. Selbstverständlich, das ist nicht von der Hand zu weisen, gibt es für den ein
oder anderen mehr oder weniger Hindernisse (Geschlecht, Familie, Religion etc.), aber es ist nach meiner Ansicht möglich. Lernen bedeutet für mich nicht Wissens-Anhäufung, sondern vor allem
Offenheit und Neugierde auf Neues und Unbekanntes und vor allem Reflektion. Für mich heißt das, sich mit neuen Gedanken, Anregungen von außen etc., auseinanderzusetzen, sie zu hinterfragen und
dabei auch seine eigenen Ansichten, Normen und Werte in Frage zu stellen. Wer lernt, lernt sich selbst besser kennen, spürt und findet neue unbekannte, ungeahnte, bisher brachliegende Facetten in
sich, die es gilt zu aktivieren. So erfolgt Schritt für Schritt eine "Horizont-Erweiterung" mit dem Effekt, dass sich einem langsam sein innere Kern zeigt, und somit das wahre Ich. Aber hier
tritt bei den meisten Menschen das typische Problem auf: Angst vor etwas Neuem, Angst vor seinen tiefen Gefühlen, Angst vor ungeahnte Bedürfnisse und vor allem Angst vor einer Kraft, die so
vorher nicht bekannt war. Letztlich ist es die Furcht einem Unbekannten zu begegnen: Man sieht in den Spiegel erkennt sein Konterfei spürt aber, dass der Gegenüber im Inneren langsam ein anderer
wird. Und vor diesem Moment verschließen sich die meisten Menschen, sie lassen es erst gar nicht zu, dass es soweit kommt. Sie bleiben lieber in ihrem gewohnten, vertrautem Terrain und haben
Angst über den eigenen Tellerrand zu schauen. Hier befinden sie sich allerdings in bester Gesellschaft, weil, wie gesagt, die Mehrzahl der Menschen sich so und nicht anders verhält. Und aus
diesem Grund umgeben sie sich immer wieder mit ihres gleichen, weil sie spüren, da muss ich nichts befürchten, denn die sind so wie ich. Und somit bleibt alles beim Alten...
Gruß Mätthius
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