Samstag, 14. juni 2008

Nochmals etwas zum Lernen. Lernen bedeutet für mich in erster Linie sich bilden. Sich bilden meint 1. sich "ausbilden" als Mensch - siehe dazu Ansichten I -  und 2. die Basis seines Intellekts zu erweitern. Das bedeutet für mich eine bewusste Wissens-Aufnahme, die über die bürgerliche (Schul-)Bildung, bei der es primär um Wissens-Anhäufung geht, hinausreicht. (An dieser Stelle sei an die G8-Disskussion erinnert!). Eine persönliche "Horizont-Erweiterung"  und ein bewusste Wissens-Aufnahme sollte im Idealfall parallel verlaufen, quasi - unbewusst - von allein. Was aber leider in den meisten Fällen nicht zutrifft. Zwar führt eine bürgerliche Bildung zu einem umfassenderen Allgemeinwissen und damit über Kenntnisse von Fakten, Zahlen etc., Es bedeutet aber allerdings nicht automatisch, dass man dieses  Wissen und die Informationen über Zusammenhänge in der Außenwelt in seinem inneren Kosmos wirken lässt, so dass diese zur Bewusstseinserweiterungs- des eigen Ichs führen.  Allerdings scheint mir der oben erwähnte Mensch eher die Gabe der Toleranz zu besitzen als ein Unwissender. Aber auch das ist nicht immer garantiert! Im Idealfall besitzt der aufgeschlossene Bildungsbürger die Fähigkeit auf Neues, Fremdes und Unbekanntes  vorurteilsfreier zu regieren,  als  ein einfacher Zeitgenosse, der es nicht gelernt hat über seinen eigenen Tellerrand zu schauen und für dem Reflektion im wahrsten Sinne des Wortes ein Fremdwort ist. Diese Menschen sind beispielsweise von politisch rechten und linken Verführern, die Schwarz-Weiß Ideologien offerieren, sehr leicht zu manipulieren. Deshalb ist der jüngste Aufruf der Bundeskanzlerin Merkel zu einer Bildungsoffensive in diesem unserem Land unbedingt zu begrüßen. Und das nicht nur aus ökonomischen Gründen, damit die Bundesrepublik in der globalisierten Welt nicht den Anschluss verliert, sondern zum Wohle jedes Einzelnen und damit zum Wohle unserer Demokratie, die, soll sie optimal funktionieren, viele gut ausgebildete aber auch aufgeklärte und selbstverantwortliche Köpfe benötig. Und vielleicht führt die oben angesprochene Bildungsoffensiver auch dazu, dass einige Menschen, durch diese „schulische Bewusstseinserweiterung“ so möchte ich sie einmal nennen -  nicht nur für Informationen von Außen offen sind, sondern auch für Signale aus ihrem Inneren sensilibisiert werden und sie für sich und die Allgemeinheit positiv nutzbar machen. Denn nur wer sein wahres Ich kennt, kann sich wirklich positiv in unsere Gesellschaft bzw. in die Welt einbringen, weil er all seine Ressourcen zum seinem und - selbstverständlich  - zum Wohle der Allgemeinheit nutzt. 
Anmerkung: Wer aus diesen Zeilen den unverbesserlichen humanistischen Optimisten heraushört, kann ich nur Recht geben.

Gruß
Mätthius  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


von Maetthius
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    empfehlen
Freitag, 13. juni 2008

Über das Lernen. Lernen sollte jeder Mensch im Rahmen seiner Möglichkeiten, und wer mit einem gesunden Verstand ausgestattet ist, das ist ja Gott sei Dank die Mehrzahl der Menschheit, kann das. Ich denke, dass es quasi eine Pflicht ist zu lernen, sozusagen als Dank an die "Schöpfung" für das geschenkte Leben. Selbstverständlich, das ist nicht von der Hand zu weisen, gibt es für den ein oder anderen mehr oder weniger Hindernisse (Geschlecht, Familie, Religion etc.), aber es ist nach meiner Ansicht möglich. Lernen bedeutet für mich nicht Wissens-Anhäufung, sondern vor allem Offenheit und Neugierde auf Neues und Unbekanntes und vor allem Reflektion. Für mich heißt das, sich mit neuen Gedanken, Anregungen von außen etc., auseinanderzusetzen, sie zu hinterfragen und dabei auch seine eigenen Ansichten, Normen und Werte in Frage zu stellen. Wer lernt, lernt sich selbst besser kennen, spürt und findet neue unbekannte, ungeahnte, bisher brachliegende Facetten in sich, die es gilt zu aktivieren. So erfolgt Schritt für Schritt eine "Horizont-Erweiterung" mit dem Effekt, dass sich einem langsam sein innere Kern zeigt, und somit das wahre Ich. Aber hier tritt bei den meisten Menschen das typische Problem auf: Angst vor etwas Neuem, Angst vor seinen tiefen Gefühlen, Angst vor ungeahnte Bedürfnisse und vor allem Angst vor einer Kraft, die so vorher nicht bekannt war. Letztlich ist es die Furcht einem Unbekannten zu begegnen: Man sieht in den Spiegel erkennt sein Konterfei spürt aber, dass der Gegenüber im Inneren langsam ein anderer wird. Und vor diesem Moment verschließen sich die meisten Menschen, sie lassen es erst gar nicht zu, dass es soweit kommt. Sie bleiben lieber in ihrem gewohnten, vertrautem Terrain und haben Angst über den eigenen Tellerrand zu schauen. Hier befinden sie sich allerdings in bester Gesellschaft, weil, wie gesagt, die Mehrzahl der Menschen sich so und nicht anders verhält. Und aus diesem Grund umgeben sie sich immer wieder mit ihres gleichen, weil sie spüren, da muss ich nichts befürchten, denn die sind so wie ich. Und somit bleibt alles beim Alten...

Gruß Mätthius

von Maetthius
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    empfehlen
Donnerstag, 12. juni 2008
"Das Rosenspiel" von Gitta Becker.
Ich habe das Buch in ca. vier Stunden gelesen. Es hat mir gefallen. Ich empfand es als gut lesbar und kurzweilig sowie den Schreibstil ansprechend. Das Thema "Ehebruch" ist leider etwas spröde, aber der Plot war ganz interessant. Über längere Strecken kam die Story für mich zu getragen - zu schwer - daher. Hier hätte ich mir etwas mehr Pfiff, Leichtigkeit und vor allem Selbstironie gewünscht. Aber vielleicht sind die von mir erwähnten Komponenten bei diesem Thema nicht so einfach umzusetzen. Grundsätzlich halte ich "Das Rosenspiel" für ein gelungenes Debüt!
Gruß Maetthius
von Maetthius Community: Bücher
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    empfehlen
Donnerstag, 22. mai 2008
Hallo,
hier mal etwas zu Bielefeld, Nürnberg und Wolfsburg!
Klar freue ich mich als alter Armina-Anhänger, dass die Mannschaft bzw. der Verein nicht abgestiegen ist. Hatte aber die Hoffnung schon fast aufgegeben.
Aber ich hätte nie gedacht, mindestens so lange Hans Meyer Trainer in Nürnberg war, dass "der Club" absteigen würde. Denke, es war Nürnbergs größter Fehler Mayer zu entlassen. Vor allem der Zeitpunk, zu Anfang der Rückrunde, war - wenn überhaupt einen Entlassung - zu spät. Sie hätte wenn, zu Beginn der Winterpause erfolgen müssen. In diesem Fall hätte der Neue (von Heesen oder ein anderer) die Rückrunde besser angehen können. Aber nun ist es anders gekommen...
Das Bayern Meister geworden ist, war nicht anders zu erwarten. Sicher wird der FCB in den nächsten Jahren weiterhin die Bundesliga dominieren. Aber darum geht es mit dem neuen Trainer Klinsmann gar nicht mehr, sondern nur noch darum, den Anschluss an die Champions League, und das nicht nur für den FCB, sondern für die gesamte Bundesliga, wieder herzustellen.
Die größte Überraschung und Leistung zum Abschluss dieser Bundesliga-Saision 2007/2008 ist für mich der VFL Wofsburg und seine Platzierung: Hut ab vor Felix Magath! Klar werden Kritiker sagen, mit Geld kann jeder so etwas schaffen, aber das stimmt selbstverständlich nicht, siehe Schalke, Dortmund, Leverkusen etc..
Felix Magath hat wirklich etwas geleistet und das nicht nur als Trainer und Sportdirektor, sondern auch als Manager in Personal-Union. Da hat er seinem EX-Chef Uli Hoeneß etwas voraus. Irgendwie ist Magaths-Erfolg als Fingerzeig nach Bayern zu verstehen: "Seht ihr, so schlecht kann ich nicht sein!" Denn sicher wurmt Felix Magath, der für seinen Ehrgeiz bekannt ist, diese Entlassung immer noch. Also, freuen wir uns auf die Bundesliga-Saison 2008/2009 und die Überraschungen, die sie uns bringen wird! Vor allem aber wünsche ich mir, dass ich im nächsten Jahr um Arminas-Klassenerhalt nicht zittern muss. Und selbstverständlich für Nürnberg den direkten Wiederaufstieg (auch mit von Heesen)!
Noch eine kleine Anmerkung von Heesen ist kein (gebürtiger) Bielefelder, er hat für den DSC gespielt, ihn gemanagt und trainiert. Geboren ist Thomas von Heesen in Höxter, das liegt allerdings genau so wie Bielefeld in Ostwestfalen!
Gruß
Maetthius
von Maetthius
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    empfehlen
Sonntag, 11. mai 2008
Katja Lange - "Böse Schafe"
Marisha Pessel - "Die alltägliche Physik des Unglücks"
Andrea Mari Schenkel - "Tannöd"
Jürgen Domian - "Der Tag an dem die Sonne verschwand"
Terézia Mora: "Alle Tage"
Leonie Swann - "Glennkill"
Elena Palmer - "Die Musiklehrerin"
Charlotte Roche - "Feuchtgebiete"
Kerstin Gier - "Für jede Lösung ein Problem"
Roy Porter - "Die Kunst des Heilens" - Sachbuch
Andreas Otte u. Konrad Wink - "Kerners Krankheiten großer Musiker" - Neubearbeitung - Sachbuch
Philosophie für Dummies / Aus dem Amerikanischen? Haben schon zwei andere aus dieser Reihe gelesen: Oper u. Klassik für Dummies

Bitte um Kommentare!
Maetthius
von Maetthius
Kommentar hinzufügen Kommentare (1)    empfehlen
Samstag, 10. mai 2008
Hallo!
Diese Bücher habe ich u. a. in der letzten Zeit gelesen:
Katja Lange - "Böse Schafe"
Marisha Pessel - "Die alltägliche Physik des Unglücks"
Andrea Mari Schenkel - "Tannöd"
Jürgen Domian - "Der Tag an dem die Sonne verschwand"
Terézia Mora: "Alle Tage"
Leonie Swann - "Glennkill"
Elena Palmer - "Die Musiklehrerin"
Charlotte Roche - "Feuchtgebiete"
Kerstin Gier - "Für jede Lösung ein Problem"
Roy Porter - "Die Kunst des Heilens" - Sachbuch
Andreas Otte u. Konrad Wink - "Kerners Krankheiten großer Musiker" - Neubearbeitung - Sachbuch
Philosophie für Dummies / Kennen Sie diese Dummi-Reihe aus dem Amerikanischen? Haben schon zwei andere davon gelesen: Oper u. Klassik für Dummies

Vielleicht ist das ein oder andere Buch dabei, welches ein Blog-Besucher kennt.
Fände es schön, wenn man sich austauschen könnte.
von Maetthius
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    empfehlen
Samstag, 10. mai 2008
Leider überwiegen in dieser Diskussion über das Thema China wieder einmal die Emotionen. Ratio bleibt auf der Strecke. Sicherlich wird sich - eher früher als später- die Demokratie aufgrund des rapiden Wachstums durchsetzen. Nicht zu vergessen ist der positive Einfluss der mit dem WorldWideWeb durch Aufklärung - vor allem der Mittelschicht - erzielt wird. Siehe hierzu auch die Anmerkung von Droogie (oben!). Was vielleicht ein Fehler war, der sich aber nicht mehr ändern lässt, war die Vergabe der Spiele an China. Jetzt muss die Welt (inklusive China)sehen, was sie daraus macht!
von Maetthius
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    empfehlen
Samstag, 10. mai 2008
Das gehört einfach von Anfang an zur SPD dazu. Für das Demokratische in der Partei ist das nur förderlich und eigentlich auch für unsere Demokratie, aber das wird leider nicht so gesehen. Diskussionen sollten einer Partei eigentlich nie schaden, da sie nicht nur in der Partei sondern auch in der Öffentlichkeit meinungsbildend sind. Leider wird vor allem durch bewusste Kommentare etc. bestimmter Medien die Diskussion innerhalb der SPD diskreditiert bzw. ins schlechte Licht gerückt. Allerdings trägt dazu auch die eigene Außendarstellung (großes selbst darstellerisches Verhalten)einiger SPD Politiker bei. Siehe Kurt Beck!
von Maetthius
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    empfehlen
Samstag, 10. mai 2008
Ja, wenn es von außen angegriffen wird. Aber dann ist eigentlich jedes Land ein Verteidigungsland unter der Voraussetzung, dass es nicht zuerst angegriffen hat. Die gesamte Verteidigungsproblematik Deutschlands bzw. der Nato müsste nach dem Fall des "eisernen Vorhangs" (und damit dem Verfall der Sowjetunion)neu diskutiert werden. Vor allem ist auch der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr sehr diskutabel: muss Deutschland damit machen und wenn ja, in welcher Form? Die Hauptproblematik Deutschlands ist, und war neben der großen Einwohnerzahl, die zentrale Lage mitten in Europa, wenn es um die Durchsetzung von berechtigten Interessen und Ressourcen-Sicherung geht und ging. Der 1. und der 2. Weltkrieg haben das gezeigt. Wobei die o. g. Aspekte vordergründig zur Rechtfertigung militärischer Expansion dienten. Aber grundsätzlich sind sie nicht zu unterschätzen und müssen auch heute noch von der deutschen Außenpolitik zur Friedenssicherung beachtet und mit den Nachbarstaaten kommuniziert werden.
von Maetthius
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    empfehlen
Samstag, 10. mai 2008
Ich meine schon, denn wenn man als junger Mensch nicht links ist, ja wann sollte es man dann bitte sein? Die Frage ist, wie lange die Ideale halten. Siehe als bestes Beispiel die 68er!
von Maetthius
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    empfehlen

Über diesen Blog

Kalender

August 2008
M D M D F S S
        1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 31
             
<< < > >>
Erstellen Sie einen Blog auf de.over-blog.com - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Werbung - Missbrauch melden